Gastronomie

WARENKORB DER TYPISCHEN PRODUKTE

Das Canavese mit seinen Tälern, vor allem die Hügel des Alto Canavese und Valle Sacra, sind als Obstanbaugebiet bekannt. Vor allem werden kleine Früchte und köstliche Äpfel in natürlichen Kulturen in integrierter oder biologischer Landwirtschaft angebaut. Aus dem Obst und Gemüse stellen die lokalen Betriebe Konfitüren, Säfte, Brotaufstriche, Saucen, in Öl oder Essig eingelegte Produkte und andere Spezialitäten her (die Sie zum Beispiel bei unseren Mitgliedern Cascina Amaltea in Borgiallo und Agriturismo La Bedina in Rivara finden können). Schöne Weinlagen prägen die sanfte Hügellandschaft um den Sacro Monte di Belmonte herum. Ein leichter, prickelnder Rotwein wird hier aus einem gemischten Traubensatz gewonnen, in dem die Rebsorte Nebbiolo den größten Anteil hat. Seit wenigen Jahren sind diese Anbaugebiete als DOC-Zone Canavese anerkannt und es werden neue, sehr interessante Produkte erprobt. Die „historischen“ Weinorte im Canavese sind aber zweifellos die außergewöhnlichen Hänge um Carema, die terrassierten, an den Felsen geklammerten Weingärten an der Dora Baltea mit den typischen Pergolagestellen aus Stein: Hier wird der renommierte Nebbiolo di Carema DOCG angebaut. Zum Konsortium gehören das Weingut Caretto, das alle DOC-Weine des Canavese – Erbaluce di Caluso, Passito, Canavese Rosso, Canavese Bianco – erzeugt, und der Agrotourismus Il Tarassaco, der Erbaluce und Passito keltert. Aber es gibt nicht nur Wein: In jüngster Zeit wurde auch ein hervorragendes handwerkliches Bier in der Brauerei Terra di Mezzo in Filia di Castellamonte hergestellt. Was die Destillate angeht, ist die wahre Spezialität der Alpentäler im Canavese der Kräuterlikör Genepì, der vom Landwirtschaftsbetrieb L’Ort de Tchampiy im Nationalpark Gran Paradiso ganz im Einklang mit der Natur hergestellt wird. Zu den Nebenprodukten gehören die Schokoladencreme mit Genepì und die Genepini (mit Genepì gefüllte Pralinen).


    


Die typischen, besten Käsesorten in diesem Gebiet sind Kuh- oder Ziegenkäse, die es frisch oder gereift gibt, und der Toma aus Kuhmilch, der manchmal mit Kräutern oder Chilipfeffer gewürzt und auch zu typischen Produkten wie Bross und Salignon verarbeitet wird. Der schon in historischen Dokumenten aus dem 15. Jahrhundert erwähnte Toma di Ceresole und der Ziegenkäse Civrin della Valchiusella gehören zu den typischen Käsereiprodukten des Canavese, aber jede Gebiet hat seine speziellen Produkte, die zusammen eine wunderbare gastronomische Vielfalt bilden. Zu den köstlichen Ziegenfrischkäsen gehören die vom Bauernhof Cà Veja in Agliè.

Den Käse kann man dann mit Honig und Obstkompott servieren, die in den Tälern erzeugt werden – von der typischen Mostarda Canavesana bis zu den gewagtesten Kombinationen, die Tradition und Innovation vereinen (Birnen und Safran, Obst- und Gemüsechutney).

Auch die Wurstproduktion hat ihre glorreichen Momente mit der typischen Kartoffel-Salami, die frisch gegessen wird, und dem Bauernspeck. Ein typisches Produkt ist Mocetta, ein Aufschnitt, der früher aus Gams- und heute aus Ziegenfleisch hergestellt wird. Im Familienbetrieb, aber mit zahlreichen wertvollen Sorten wird der lokale Honig hergestellt (Kastanie, Rhododendron, Löwenzahn, Alpenblüten, Akazie), den Sie beim Imker Marco Pezzetti in Locana finden. Interessant sind auch die Waldprodukte wie Beeren, Wildkräuter, Kastanien und Pilze. Unter den typischen Süßwaren erinnern wir an weiches Mandelgebäck, Paste di Meliga aus Maismehl, Torcetti al burro, die uralten Giuraje und Pralinen vom Gran Paradiso, eine Spezialität der Konditorei Perotti in Pont.

Aus dem Mehl der uralten lokalen Maissorten – Pignoletto rosso und Nostrano dell’isola – wird neben den Paste di Meliga auch köstliche Polenta zubereitet, die mit Käse oder Wildragout serviert wird.

Diese vorzüglichen Produkte finden Sie bei den Erzeugern, die Mitglied im Konsortium sind.

 

TAFELFREUDEN

Die Tafelfreuden halten höchst angenehme Überraschungen in den zahlreichen RestaurantsOsterien und Agrotourismusbetrieben des Gebiets bereit.

Die Vorspeisen, die in einem typischen Menü im Piemont besonderes Gewicht haben, bestehen im Canavese vorwiegend aus den genannten Wurstwaren und Speck. Als weitere Vorspeisen werden oft Eier oder Gemüse gefüllt, Sardellen oder gekochte Zungenwurst mit Saucen kombiniert oder Gemüse und Fleisch in Aspik oder sauer eingelegt serviert.

Die Fürstin der Canavesaner Küche ist der rustikale Weißkohl, den wir in den Caponet – mit Fleisch gefüllte Kohlrouladen – und in der “Supa mitonà” mit Brot, Brühe und Käse finden (in einigen Versionen auch mit Bratwurst und Zwiebel).

Unter den eigentlichen Suppen sind besonders die mit Milch, Reis und Kastanien in dieser Region typisch. Fleisch- oder Gemüsebrühe wurden bei den Alten großzügig mit Käse und etwas Rotwein angereichert. Ein Festessen waren die hausgemachten Agnolotti (Teigtaschen) oder Tajarin (Bandnudeln), häufig kam dagegen Reis mit Pilzen, Gemüse oder Kürbis auf den Tisch. Auch Fleisch war früher für Feiertage vorbehalten, dann gab es reichhaltige Schmorgerichte mit Tomaten- oder Kräuterdip oder würzige Wildbraten (Hase, Wildschwein), in Rotwein – Carema oder Barbera – geschmort, und dazu Polenta, Fritto Misto – süßes und herzhaftes Ausgebackenes – oder auch Kaninchen alla Canavesana. Die Hauptgerichte der Canavesaner Küche sind allerdings im Wesentlichen zwei: Bagna Caoda, eine Knoblauchsauce, in die rohe und gekochte Gemüse getunkt werden, und Tofeja (Bohnen mit Schweineschwarte und -fuß im typischen Terrakottagefäß aus Castellamonte, im Holzofen gegart), die häufig beim Karneval gegessen wird. Zusammen mit Tofeja muss auch an Frisse (Bällchen aus Innereien und Rosinen, in Schweinsnetz gewickelt) und die anderen Gerichte der Seina del Crin erinnert werden – eine Mahlzeit, die rituell auf die häusliche Verarbeitung von Wurst und Schweinefleisch folgte.

Grundzutaten und traditionelle Rezepte werden von den Restaurants im Konsortium, die in jeder Jahreszeit köstliche, anregende Gerichte bieten, heute neu interpretiert.

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Fondo europeo agricolo di sviluppo rurale. L’Europa investe nelle zone rurali. PSR 2014-2020, Misura 19 - Supporto allo sviluppo locale LEADER

Gal Valli del Canavese

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